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Warum zu hohe Angebotspreise Verkäufe verzögern – ein strukturelles Problem

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass ein hoher Angebotspreis kein Risiko darstellt. Schließlich könne man später immer noch reduzieren. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Strategie häufig kontraproduktiv ist. Der Markt reagiert sensibel auf Preis-Leistungs-Verhältnisse.

Käufer vergleichen intensiver als früher. Transparenz durch Portale, Marktberichte und Vergleichsangebote hat zugenommen. Ein Angebot, das deutlich über dem marktnahen Bereich liegt, wird schneller aussortiert. Die Folge sind weniger qualifizierte Anfragen und längere Vermarktungszeiten.

Hinzu kommt ein psychologischer Effekt: Mit zunehmender Dauer am Markt wächst Skepsis. Selbst bei späteren Preisanpassungen bleibt oft der Eindruck eines problematischen Angebots. Preisreduktionen werden dann nicht als Strategie, sondern als Korrektur wahrgenommen.

Eine marktnahe Preisstrategie bedeutet nicht, Wert zu verschenken. Sie bedeutet, Nachfrage zu erzeugen und Wettbewerb zuzulassen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Marketing und Marktverständnis.
 

Quellen:
– vdpResearch: Preisentwicklung Wohnimmobilien
– Destatis: Hauspreisindex
– Deutsche Bundesbank: Immobilienpreisreihen

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